Open Source im Deutschland-Stack, KI-Agenten in Genehmigungsverfahren und erstmals ein Thementag zu Cybersicherheit und Krisenvorsorge: Die Smart Country Convention (SCCON) 2026 hat gezeigt, wohin sich die digitale Verwaltung bewegt.
Kurzfassung: Mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher kamen vom 13. bis 15. Oktober 2026 zur SCCON nach Berlin, rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Mittelpunkt standen fünf Themen: Open Source als Teil der staatlichen Architektur, KI-Agenten in Verwaltungsverfahren, klare Zuständigkeiten, die Nachnutzung bewährter Lösungen und die Resilienz der Verwaltung. Alle fünf berühren die Fragen, an denen wir bei Autarq mit dem souveränen agentischen Arbeitsplatz arbeiten.

Stuttgart, wo Autarq entwickelt wird, führt erstmals den Smart City Index an, das Bitkom-Ranking der 83 deutschen Großstädte. Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer nahm den Award auf der SCCON entgegen und gab die Linie vor: erst Prozesse vereinfachen, dann digitalisieren. Diesen Grundsatz teilen wir bei Autarq: KI-Agenten entlasten erst dann, wenn der Ablauf dahinter klar ist und feststeht, an welcher Stelle ein Mensch entscheidet. Wie Bund, Länder und Kommunen dafür die Voraussetzungen schaffen, war die Leitfrage vieler Debatten auf der SCCON.
Welche Rolle spielt Open Source im Deutschland-Stack?
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger nannte Open Source in seiner Eröffnungsrede einen wesentlichen Bestandteil des Deutschland-Stacks. Als Beispiele führte er die Bürosoftware openDesk und die Neuausrichtung des Zentrums für Digitale Souveränität (ZenDiS) an. Ein neues Digitalcenter soll ZenDiS, DigitalService, ITZBund und FITKO koordinieren, damit erprobte Lösungen schneller in den Regelbetrieb kommen.
Autarq betreibt openDesk dort, wo die Daten einer Organisation liegen sollen: On-Premise, bei deutschen Cloud-Anbietern wie IONOS und Hetzner oder als vollständig verwalteter Dienst, inklusive Migration, Updates, Monitoring und Backups. Ergänzt um KI-Funktionen wird daraus Autarq Work, unser Arbeitsplatz mit integrierten KI-Agenten.
Wie kommen KI-Agenten in die Verwaltungsverfahren?
Als konkretes Beispiel stellte Dr. Wildberger die KI-Anwendung SPARK vor. Sie soll Bearbeitungszeiten bei Infrastruktur-Genehmigungen um mehr als 80 Prozent senken und läuft in ersten Bundesländern bereits. Der Agentic AI Hub des Bundesdigitalministeriums, der Start-ups und Kommunen zusammenbringt, ist in die zweite Runde gestartet.
KI soll Beschäftigte laut Dr. Wildberger bei der Informationssuche, der Dokumentenbearbeitung und der Vorbereitung von Antworten unterstützen, damit mehr Zeit für Vorgänge bleibt, bei denen Menschen entscheiden müssen. Nach diesem Prinzip entwickelt Autarq als Kontributor eine agentische Komponente für F13, die Open-Source-KI-Assistenz des Landes Baden-Württemberg. Sie zerlegt einen Vorgang in Teilschritte, protokolliert jeden davon und holt an festgelegten Punkten eine Freigabe ein, die fachliche Entscheidung bleibt bei den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern.
Warum standen Zuständigkeiten und Regeln im Mittelpunkt?
Das Fachmagazin eGovernment hält in seinem Rückblick fest, dass es auf den Bühnen seltener um neue Technik ging als um Zuständigkeiten, Regeln und Ressourcen. Auch Dr. Wildberger räumte ein, dass die Verwaltungsdigitalisierung zu langsam vorankommt und viele Angebote schwer auffindbar oder schlecht vernetzt sind.
Für KI im Arbeitsalltag heißt das: Rollen, Zugriffsrechte und Nachvollziehbarkeit stehen vor dem ersten Agenten fest. Autarq Chat bringt dazu ein Rechte-Management mit, Autarq Work die zentrale Nutzerverwaltung und Rollensteuerung von openDesk. Single Sign-on und Admin-Kontrollen kommen hinzu.

Wie kommen bewährte Lösungen in die Fläche?
Auf der SCCON stellten KGSt und Universität Bremen erste Ergebnisse des Kommunalen Digital-Index (KDIX) vor. Vier von fünf befragten Landrätinnen, Landräten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sprechen sich für zentral entwickelte IT-Verfahren aus, drei Viertel wünschen sich bundesweit einheitliche Standards. Wildberger appellierte in die gleiche Richtung an Länder und Kommunen, bewährte digitale Verwaltungsleistungen zu übernehmen.
F13 zeigt, wie das gelingt: Die KI-Assistenz wurde in Baden-Württemberg für die Verwaltung entwickelt und ist seit Juli 2025 Open Source, sodass Bund, Länder und Kommunen sie gemeinsam nutzen und weiterentwickeln können. Autarq richtet F13 in Behörden und Kommunen ein, bindet bestehende Systeme und interne Unterlagen an und übernimmt den laufenden Betrieb. Für Bundesländer ist Autarq als souveräner Standard angelegt, der sich über nachgeordnete Behörden und Kommunen ausrollen lässt.
Warum gab es erstmals einen Resilience Day?
Am 15. Oktober widmete die SCCON einen ganzen Tag der Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Verwaltung. Vertreterinnen und Vertreter von Bundeskriminalamt, Technischem Hilfswerk, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Bundeswehr und Deutschem Landkreistag diskutierten über Resilienz, Souveränität und Cybersicherheit.

Die Veranstalter begründen den Resilience Day unter anderem mit technologischen Abhängigkeiten, die Wirtschaft und Gesellschaft verwundbarer machen: Organisationen müssten ihre Abhängigkeiten kennen und im Krisenfall handlungsfähig bleiben. Für digitale Arbeitsplätze beginnt das bei der Frage, wo Daten liegen und wer den Betrieb kontrolliert. Autarq hostet in Deutschland oder EU-Rechenzentren mit klarer Datenhaltung, und für Kommunen und Behörden ist der Betrieb auf NIS2 und DSGVO ausgelegt.
Was bietet Autarq für die Verwaltung?
Die Themen der SCCON 2026 decken sich mit dem, woran wir in Stuttgart arbeiten: KI-Agenten, die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter entlasten, auf offener Software und souveräner Infrastruktur. Autarq bietet dafür drei Einstiege.
Autarq Chat bindet KI-Modelle und Agenten über Konnektoren an bestehende Systeme an und ist in kurzer Zeit eingeführt. Autarq Work ist der vollständige Arbeitsplatz auf Basis von openDesk und EuroOffice, mit derselben KI tief in Dateien, Projekte und Kommunikation eingebunden. Bei F13 unterstützen wir zusätzlich bei der Modellauswahl und richten Monitoring ein, auch beim Einsatz auf eigener Infrastruktur.
Häufig gestellte Fragen
Wann und wo fand die Smart Country Convention 2026 statt?
Vom 13. bis 15. Oktober 2026 auf dem Messegelände Berlin. Veranstalter sind der Digitalverband Bitkom und die Messe Berlin, Partnerland war Portugal. Mehr als 650 Aussteller zeigten ihre Lösungen auf 27.000 Quadratmetern.
Wann findet die nächste Smart Country Convention statt?
Vom 5. bis 7. Oktober 2027, erneut auf dem Berliner Messegelände.
Was misst der Smart City Index?
Der Digitalverband Bitkom bewertet damit jährlich den Digitalisierungsgrad aller 83 deutschen Großstädte ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Für 2026 wurden 14.442 Datenpunkte in fünf Kategorien erfasst: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.
Was ist der Marktplatz D?
Eine bundesweite Plattform für die öffentliche Beschaffung, die das Bundesdigitalministerium auf der SCCON freigeschaltet hat. Unternehmen registrieren sich mit ihrem Profil, Beschaffungsstellen schreiben ihre Bedarfe aus, und ein KI-Agent gleicht beides ab und dokumentiert den Prozess. Den Anfang machen kleinere Aufträge ohne förmliches Vergabeverfahren.
Autarq ist die Marke der MWAY DIGITAL GmbH aus Stuttgart und baut die souveräne verwaltete Cloud-Plattform für Europa. Autarq Work ist unser souveräner agentischer Arbeitsplatz auf Basis von openDesk CE, ergänzt um Autarq Chat, Nubus IAM und Autarq Network, optional erweiterbar um Erweiterungen wie Relution für MDM/UEM. Alle Komponenten laufen in deutschen Rechenzentren, mit AGPLv3-konformer Stack-Komposition und vollständiger Mandanten-Isolation auf Kubernetes-Ebene.
Markenhinweis: Die Smart Country Convention ist eine Veranstaltung von Bitkom und Messe Berlin. openDesk ist ein Angebot des Zentrums für Digitale Souveränität (ZenDiS). F13 ist eine Anwendung des Landes Baden-Württemberg. Alle weiteren genannten Produkt- und Projektnamen sind Marken oder Bezeichnungen der jeweiligen Inhaber und werden hier ausschließlich zu Zwecken der Identifikation genannt.
